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MADAGASKAR 2005
Madagaskar-Reise September 2005
 
Tagebuch Nr. I
 
Tag 1
Nachdem Paris und der turbulente Flug hinter uns lagen, betraten Didi und ich das Land der Lemuren und Chamäleons. Nun standen wir da, vier Schalter, alles plapperte französisch oder madagassisch doch englisch verstand niemand. Wir stellten uns in irgendeine Reihe und lernten direkt die Mora-Mora mentalität der Madagasen kennen. Wir mussten das Visum, welches im Flugzeug eigentlich ausgefüllt werden sollte, noch ausfüllen. Da alles nur in französisch dort stand, versuchten wir so gut wie möglich alle Informationen einzutragen. Erst wollte niemand so wirklich verstehen, weshalb wir nach bzw. durch Madagaskar reisen wollten, doch als ich mit Händen, Füßen und Mimik einen Rucksacktouristen der Chamäleons sehen möchte nachmachte, konnte sich selbst die sehr ernste Polizistin nicht mehr vor Lachen halten. Dies muss wohl so urig ausgesehen haben, dass die ganzen Beamten nur noch freundlich strahlten und uns direkt durchgelassen haben. Als wir dann unsere Rucksäcke vom Band genommen haben, stellten sich alle Beamten auch und winkten uns noch einmal sehr herzlich zu.
Am Flughafen wurden wir direkt von Colin vom Fischerhaus abgeholt. Er hatte eine endlose Geduld, denn er wartete bereits eine Ewigkeit am Ausgang auf uns. Denn wir waren die letzten, die das Terminal verließen. Colin spricht einwandfrei deutsch, daher konnte er uns sehr viele nützliche Tipps für unsere Tour geben. Nun ging es durch enge Gassen, voller Madagassen, in Tana, welcher Anblick of herzzerreißend war. Trotz der Armut und des Elends waren die Menschen sehr freundlich gegenüber uns Vazas. Als wir mit Colin im Fischerhaus angekommen waren, Empfingen uns Luwe und Aina (Colins helfende Hände im Fischerhaus). Bubu der Lemure vom Fischerhaus empfing uns ebenfalls. Das Fischerhaus ist wirklich wunderschön wie eine kleine Oase der Erholung inmitten von Tana. Wir entdeckten in dem großen Garten am gleichen Tage drei Chamäleons welche wir direkt fotografierten. Bubu kam uns begrüßen und sprang Didi direkt auf die Schulter. Nachdem wir unser gemütliches Zimmer bezogen, gingen wir auf eigene Faust durch Tana und waren für die armen, dennoch zufriedenen Menschen als Vazas eine Hauptatraktion. Es war ein seltsames Gefühl, aber dennoch nicht beunruhigend, ich selber fühlte mich sehr wohl und irgendwie zuhause. Es war unvergesslich der erste Tag in Antananarivo. Später sind wir mit Colin noch einkaufen gefahren in einen anderen Teil von Tana. Es war sehr seltsam, denn dort gab es zwischen all dieser Armut ein großes Einkaufscenter, dies passte irgendwie nicht hierher.
Colin kaufte dort für ein wunderbares Madagassisches Essen ein, welches er uns am Abend gezaubert hat. An diesem Abend plauderten wir bis spät in den Abend. Es war als wären wir ein Teil dieser Stadt. Doch nun müssen wir schlafen, denn morgen müssen wir sehr früh raus um unsere Reise zu starten. Nachti puh.
 
Tag 2
Wir beginnen den Tag gegen 7:00 Uhr, dass heisst frisch machen und Colins herrliches Frühstück genießen (immer alles hausgemacht). Dann gings los – auf uns allein gestellt fuhren wir mit dem Taxi nach Tana hinein. Der Fahrer verstand zwar kein Wort, doch wir lachten trotzdem miteinander (Ja über was? Keine Ahnung war trotzdem klasse). Ok dann kam die erste ungewohnte Situation. Wir stiegen an der Busch-Taxi-Station aus und waren direkt umzingelt von Madagassen, welche uns sehr freundlich weiterhalfen (Verständigung nur mit Händen und Füssen). Dann mussten wir um den Fahrpreis handeln, dies war sehr aufregend, zunächst waren wir etwas misstrauisch, doch es gab keinen Grund. Selbst das Wechselgeld für das Ticket, welches durch eine ganzen Menschenmenge gereicht wurde, gab man uns ehrlich zurück. Selbstverständlich ist dort kein Fahrkartenschalter wie wir Europäer ihn kennen, es ist eine kleine zerfallene Holzhütte vielleicht 2 qm groß. Dann wurden das Gepäck oben auf dem hoffentlich richtigen Busch-Taxi gepackt. Später stiegen wir in den Buss ein, mit ca. 19 weiteren Passagieren. Es lief madagassische Musik, ein Huhn gackerte bei unserer Nachbarin im Korb und vor der Abfahrt kamen noch Kinder die kleine Leckereien für die Fahrt an den Busfenstern verkauften. Dann ging es los. Es war wirklich sehr aufregend. Ich habe noch nie so ein herzliches Volk kennen gelernt, wir verständigten uns wieder so gut es ging mit Händen uns Füßen. Nun ging es in Richtung Andasibe. Die meisten würden sofort aussteigen, wenn man nur 2 Minuten mit fahren müsste. Alles ist so chaotisch und knapp, Irre wie man dort Fährt (Aber gekonnt). Eine Situation muss ich unbedingt notieren, da diese mich umgehauen hat. Wir machten einen Zwischenstopp in Moramanga. Didi musste unbedingt pullern und ging den Madagassen in eine Baracke hinterher die man mit Worten nicht beschreiben kann (schreckliche Armut). Es ging einige „Stockwerke“ auf einer glitschigen Holztreppe unter die Erde. Als er an der „Toilette“ ganz unten angekommen war bemerkte er, dass bis zum Schluss ein Passagier des Busses auf Ihn wartete. Er hatte vorher kein Wort mit ihm gewechselt oder sonstigen besonderen Kontakt zu ihm gehabt, dennoch wartete er und brachte ihn wieder sicher zum Bus zurück. Dieser verabschiedete sich herzlich und ging eine Kleinigkeit essen. So etwas würde es in Deutschland nicht geben, niemals würde ein Fremder einem anderen Beachtung schenken um auf ihn aufzupassen. 
Dann wurde die Fahrt fortgesetzt, nach 4 Stunden fahrt über holperige Pisten kamen wir in Andasibe an, wo uns der Fahrer freundlicherweise direkt vor dem „Hotel“ Feon ny Ala absetzte. Der alle Mitfahrer verabschiedeten sich herzlich.
Wir wurden direkt herzlich empfangen von Andre und Marcelo. Zwei madagassische Jugendliche, die für das Hotel arbeiteten. Andre spricht a little bit English somit konnten wir uns ein wenig unterhalten. Als ich mein Interesse an Reptilen insbesondere Chamäleons äußerte, gingen die beiden sogleich auf suche und kamen umgehend mit einem Chamäleon auf der Hand wieder um es uns zu zeigen. Andre setzte dies auf einen Busch und wir erfuhren, dass es ganz viele Chamäleons direkt im Umfeld gibt. Die kleine Buschhütte, welche wir bezogen war so wunderbar, genau wie wir es uns vorgestellt hatten. Da diese auf einem Hang lag, konnten wir direkt in den Regenwald sehen, und einen Fluss der unten entlang fließt. Am Abend konnten wir sogar die Rufe der Indris hören. Dies war sehr spannend und unheimlich. Es war ein Traum und unbeschreiblich schön.
 
Rest folgt…..